Gutedel Cup

Gutedel Cup 2018 in Badenweiler

„Hochwertige Qualitäts- und Selektionsweine in überschaubaren Mengen“

BADENWEILER. Mit frischen, fruchtigen Qualitäts- und intensiven, kompakten Selektionsweinen präsentierten sich die Gutedeljahrgänge von 2012 bis 2017 beim diesjährigen Gutedel Cup, der schon beinah traditionell das Kurhaus von Badenweiler bis auf den letzten Platz füllte. Die späten Fröste im April 2017 führten aber zu spürbaren Ernteausfällen, was den Ertrag und damit auch die ausgebaute Menge und die Anzahl der angestellten Weine minderte.

Bereits zum 22. Mal wurden am 26. April die besten Gutedelweine aus dem Markgräflerland, aus der sächsischen Weinregion Saale-Unstrut und der Schweiz ausgezeichnet. Der Gutedel Cup hat sich in den letzten Jahren zu einer in Weinkreisen weit beachteten Prämierung der Sorte Gutedel entwickelt, die in der Schweiz unter dem Namen Chasselas und Fendant bekannt ist. Als erfolgreiches Marketing-Instrument hat die begehrte Trophäe einen entscheidenden Anteil am Bekanntheitsgrad und der stetigen Verbesserung der ausgebauten Gutedelweine. Und das Renommee der spannenden, auch international angesehenen Veranstaltung steigt weiter.

Die Kategorien sind Qualitätswein trocken, Kabinett trocken, International trocken und Edelsüß. Ganz oben auf dem Treppchen standen 2018 in der Kategorie „Qualitätswein trocken“ der „2017 Seefelder Maltesergarten“ des Badischen Winzerkeller eG, Breisach, in der Kategorie „Kabinett trocken“ der „2017 Laufener Altenberg“ des Winzerkellers Auggener Schäf eG, in der Kategorie „Gutedel Edelsüß“ der „2016 Auggener Schäf“ vom Winzerkeller Auggener Schäf eG und in der Kategorie „International trocken“, der „2017 Arenit, Sancta Clara“ vom Pfaffenweiler Weinhaus. Neben dem ersten Rang ging mit dem „2017 Norsinger Batzenberg“ auch der zweite Platz beim Wettbewerb „Qualitätswein trocken“ an den Badischen Winzerkeller eG in Breisach. Der Schweizer Eiswein „2016 Valais Blanc de Glace“ von der Gregor Kuonen Caveau de Salquenen AG erreichte in der Kategorie „Gutedel Edelsüß“ einen beachtlichen zweiten Platz.

209 Weine – wegen des späten Frosts im April 2017 weniger als beim letzten Gutedel Cup – gingen in diesem Jahr aus dem Markgräflerland, aus der Region Saale-Unstrut sowie aus der Schweiz ins Rennen. Davon wurden 84 in der Kategorie „Qualitätswein trocken“, 26 in der Kategorie „Kabinett trocken“, 15 in der Kategorie „Gutedel Edelsüß“ sowie 84 in der Kategorie „International trocken“ angestellt.

Eine 22-köpfige Jury aus Sommeliers, Kellermeistern, Önologen, Fachhändlern, Gastronomen und Journalisten aus Deutschland und der Schweiz hatte die Weine am 9. April beim Badischen Weinbauverband in Freiburg verkostet. Bewertet wurde nach dem 20 Punkte-System, bei dem in den einzelnen Kategorien ganz bestimmte Merkmale im Vordergrund standen.  So war bei den trockenen Qualitätsweinen mehr der Gutedel-Typ ohne biologischen Säureabbau gefragt: frisch, fruchtig und mit einer Harmonie von Säure und Süße. In der Kategorie „Kabinett trocken“ konzentrierte man sich auf den frischen, fruchtigen leichten Gutedel-Typ, während die süßen Gutedel eine fruchtige Note aufweisen sollten. In der Kategorie „International trocken“, mit Anstellungen aus Deutschland und der Schweiz waren auch Weine mit Aromen des biologischen Säureabbaus zugelassen. Entsprechend lag hier der Fokus auf den breiteren kräftigeren Weinen, die oft auch im Holz- oder Barriquefass ausgebaut wurden.

Markus Büchin, Vorstandsvorsitzender des Markgräfler Weine e.V. und Besitzer des Weingutes Büchin in Schliengen, zeigte sich qualitativ  hochzufrieden mit den angestellten Weinen. Wegen der späten Fröste im April ist das Weinjahr 2017 aber eine große Herausforderung gewesen, betont er. „Die sehr gute Qualität bezahlen die Winzer mit einer geringeren Produktionsmenge“.

Feierliche Preisverleihung

Die Preisverleihung fand am 26. April im Kurhaus von Badenweiler statt und wurde von der amtierenden Badischen Weinkönigin Franziska Aatz und Ernst Nickel, Bereichsvorsitzender des Markgräflerlandes und Vizepräsident des Badischen Weinbauverbandes, moderiert. Höhepunkt war die feierliche Verleihung der begehrten Gutedel-Trophäen durch die Schirmherrin der Veranstaltung, die Markgräfler Weinprinzessin Hannah Herrmann. Im Anschluss an die Gala konnten die prämierten Weine probiert werden. Für kulinarische Leckerbissen sorgte Stefano Esposito vom Badenweiler Kurhauscafé.

Über den Gutedel

Der Gutedel gilt als älteste Kulturrebe der Welt. In Deutschland wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts nachweislich Gutedel angepflanzt, zuerst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen und südlich von Freiburg im heutigen Markgräflerland. Dieses hat sich bis heute mit etwa 1.050 Hektar zum Hauptanbaugebiet des Gutedels in Deutschland entwickelt. In Saale-Unstrut erstreckt sich der Anbau auf fast 30 Hektar. Europaweit wachsen Gutedelweine auch in Frankreich (Elsass, Savoy und Loiretal), in Rumänien, Ungarn, Tschechien und insbesondere in der Schweiz. Hier spielt er in den französisch sprechenden Gebieten Westschweiz und Wallis mit einer Anbaufläche von rund 4.500 Hektar eine dominante Rolle. Im Wallis heißen die Weine meist Fendant, in den übrigen Gebieten Chasselas.

Gutedel Cup 2019

Der Gutedel Cup 2019 findet am 25.04.2019 wieder im Kurhaus Badenweiler statt.

 

Foto © Markgräfler Wein e.V.

Presseinformationen Gutedel Cup 2018 zum Herunterladen:
Presseinformation (DE) Gutedel Cup 2018 – 25. April 2018
Presseinformation (CH) Gutedel Cup 2018 – 25. April 2018
Siegerporträts Gutedel Cup 2018
Gruppen-/Siegerfoto (Druckqualität) © Markgräfler Wein e.V.
Bildunterschrift Gruppen-/Siegerfoto Gutedel Cup 2018
Sieger-/Top-Ten-Liste der 4 Kategorien Gutedel Cup 2018